Anwendungsszenario Landwirtschaft.Digital

Rindertracking

Das Teilprojekt Rindertracking hat zum Ziel, mit einem Ortungssystem, das bisher nur für die Weide vorgesehen war und nur auf die Tierortung abzielte, Daten von weiteren Sensoren zu erfassen und diese einem entsprechenden Tierverhalten zuzuordnen. Für die Erstellung von Algorithmen zur Interpretation der Sensordaten zusammen mit den Positionsdaten sind umfangreiche Tierdirektbeobachtungen erforderlich, die gleichzeitig den „Golden Standard“ für z.B. die Brunsterkennung oder das Gesundheitsmonitoring liefern. Restriktionen bestehen zum einen bei der begrenzt am Ortungssystem zur Verfügung stehenden Energie für die Datenerfassung durch die Sensoren und die Datenübertragung bzw. Datenvorverarbeitung. Zum anderen erfordert die moderne, digitale Landwirtschaft die Vernetzung der an den verschiedenen Stellen anfallenden Daten und die Generierung von Informationen für den Landwirt, um diesen beim Tier- und Stallmanagement zu unterstützen. Das Teilprojekt Rindertracking soll für das Fruchtbarkeitsmanagement (Brunstbeobachtung) und die Gesundheitsüberwachung der Tiere (Mastitits, Lahmheit) robuste Algorithmen und Entscheidungsbäume liefern. Somit trägt das Teilprojekt dazu bei, die Umsetzung der digitalen Landwirtschaft auch auf der Weide voranzutreiben. Neben den bereits von verschiedenen Robotern und Sensoren im Stall verfügbaren Daten wird durch die Realisierung des Teilprojekts Rindertracking die Weide, zu der bisher keine Daten verfügbar waren, in das System der Landwirtschaft 4.0 bei der Milchviehhaltung einbezogen.

Stefan Thurner
Stefan Thurner

Institut für Landtechnik und Tierhaltung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)


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